Schnoorviertel

Häuser im Schnoor
Häuser im Schnoor

Der Schnoor – auch das Schnoorviertel genannt (von niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) – ist ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt Bremens und auch der Name der Straße Schnoor in diesem Viertel. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Schnoors geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit wurde am Rande des heutigen Schnoorviertels ein Franziskanerkloster gebaut, von dem nur die Klosterkirche erhalten ist. Die heutige katholische Kirche St. Johann wurde im 14. Jahrhundert im Stil der Backsteingotik erbaut. Zahlreiche Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind weitgehend noch in ihrem ursprünglichen Bauzustand erhalten und vermitteln einen romantischen Eindruck vom Leben in früheren Zeiten.

Erfahren Sie viele Details über den Schnoor, seine historischen Häuser und Bewohner bei unserer Schnoor Viertel Tour. Sie können direkt auf Bremen Tour Guide eine Tour buchen.

Die ältesten, noch erhaltenen profanen Häuser sind das Haus Schnoor 15 (Brasilhaus) von 1402 und das Packhaus Schnoor 2 von 1401. Einige Häuser sind Nachbauten nach historischen Vorlagen – wie etwa das Fachwerkhaus mit der Teestube (Wüstestätte 1) – oder bestehen nur noch aus Fassaden, die ursprünglich an anderer Stelle standen – wie etwa das Amtsfischerhaus.

Zum Kaiser Friedrich
Zum Kaiser Friedrich

Viele Straßenbezeichnungen stehen im Zusammenhang mit früheren Nutzungen. So war am Stavendamm die erste öffentliche Badestube zu finden (Stave ist Plattdeutsch für „Stube“), die auch Gelegenheit zu anderen Formen von Vergnügungen bot. Es wird sogar berichtet, dass der Bischof von Bremen durch einen unterirdischen Gang vom Dom bis zum Stavendamm heimlich die Badestube besuchte. Die Legende erzählt, dieser unterirdische Gang habe im Schifferhaus geendet.

Die meisten Gebäude dieses Stadtviertels wurden erstmals in der Epoche des Klassizismus (um 1800 bis 1850) und des Historismus (um 1850 bis 1890) errichtet, manche entstanden bereits im Barock (1700 bis 1770). Nur wenige Gebäude stammen aus der Renaissance (1550, 1630). Durch die Verfallszeit ab etwa 1900 und die Entwicklung nach 1945 sind zahlreiche historische Zeugnisse verloren gegangen.

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